Fakten zum geplanten Steinkohlekraftwerk in Datteln
Großkraftwerke auch künftig das Rückgrat der Stromerzeugung
E.ON untersucht in mehreren Forschungs- und Entwicklungsprojekten neue Technologien zur dezentralen Energieversorgung (insbesondere Brennstoffzellen, Mikrogasturbinen). Die Integration dieser Erzeugungsanlagen in die Stromnetze wurde ebenfalls in mehreren Studien untersucht. Die Analysen zeigen, dass abgesehen von Nischenanwendungen die dezentrale Stromerzeugung gegenüber dem etablierten System keine wirtschaftlichen Vorteile bringt und auch die ökologischen Vorteile weit überschätzt werden. Deshalb setzt sich in der Praxis der Trend zu immer größeren Leistungsgrößen der Erzeugungseinheiten fort und selbst die größten Verfechter der dezentralen Energieerzeugung (kommunale Unternehmen) schließen sich zunehmend zu Gesellschaften zur Projektierung und zum Betrieb von Großkraftwerken zusammen. So plant z. B. ein Firmenkonsortium unter der Beteiligung vieler Stadtwerke den Bau von Großkraftwerken im Ruhrgebiet. Aus diesen Gründen geht das Unternehmen davon aus, dass die Stromerzeugung in kleinen Erzeugungseinheiten zwar in Zukunft noch zunehmen wird, dass aber weiterhin Großkraftwerke das Rückgrat der Stromerzeugung bilden werden. Für Datteln heißt dies, dass dort ein Steinkohlekraftwerk mit einer Bruttoleistung von rund 1.100 Megawatt geplant wird. Diese Leistungsgröße ist aus wirtschaftlichen Gründen notwendig, damit sich der Standort Datteln im Wettbewerb zu anderen Standorten durchsetzen kann. Der Bau dieser Anlage stellt unbestritten einen Eingriff in das Landschaftsbild dar. Es ist daher das erklärte Ziel von E.ON Kraftwerke, dieser Industrieanlage ein ansprechendes Äußeres zu geben. In diesem Zusammenhang werden derzeit verschiedene Architekturkonzepte erarbeitet.
Datteln – bewährter Standort im Ruhrgebiet
Ein Standort mit langer Tradition ist Datteln. Bereits 1964 wurde hier der Grundstein für die Bahnstromerzeugung der E.ON Kraftwerke gelegt: mit der Errichtung der Blöcke 1 und 2 sowie im Jahr 1969 mit dem Block 3 des Kraftwerks Datteln.
Diese Kraftwerke erreichen ihr wirtschaftliches und technisches Laufzeitende. Es wird Zeit, die "Oldtimer" durch ein neues leistungsstarkes Kraftwerk zu ersetzen. Großkraftwerke sind auch künftig das Rückgrat der Stromerzeugung.
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