Fakten zum geplanten Steinkohlekraftwerk in Datteln
Geplantes Steinkohlekraftwerk braucht einen Kühlturm
Das geplante Kraftwerk arbeitet nach einem Kreisprozess ähnlich wie beim Auto: Im Kessel wird diesem Prozess durch verbrannte Steinkohle Wärme zugeführt. An anderer Stelle muss diesem Prozess Abwärme entzogen werden. Dies geschieht am besten durch einen Nasskühlturm (in Naturzugbauweise) mit einer Höhe von 180 Meter. Die Höhe des Kühlturms ist notwendig, um die angestrebte Effizienz der Anlage (Wirkungsgrad ~46 %) zu erreichen. Bei einer geringeren Höhe des Kühlturms würde sich der Wirkungsgrad der Anlage verringern, d. h. der Brennstoffeinsatz und die CO2-Emissionen steigen bei gleicher Stromerzeugung. Geht der Wirkungsgrad beispielsweise um einen Prozentpunkt zurück, so steigen die jährlichen CO2-Emissionen um etwa 100.000 Tonnen. Eine geringere Höhe des Kühlturms verbietet sich also aus Gründen des Klimaschutzes und der Wirtschaftlichkeit.
Datteln – bewährter Standort im Ruhrgebiet
Ein Standort mit langer Tradition ist Datteln. Bereits 1964 wurde hier der Grundstein für die Bahnstromerzeugung der E.ON Kraftwerke gelegt: mit der Errichtung der Blöcke 1 und 2 sowie im Jahr 1969 mit dem Block 3 des Kraftwerks Datteln.
Diese Kraftwerke erreichen ihr wirtschaftliches und technisches Laufzeitende. Es wird Zeit, die "Oldtimer" durch ein neues leistungsstarkes Kraftwerk zu ersetzen. Das Kraftwerksgebäude in Datteln braucht auch einen Kühlturm.
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