Fakten zum geplanten Steinkohlekraftwerk in Datteln
Neubauoptionen für Großkraftwerke sind Kohle- und GuD-Anlagen
Für Großkraftwerke mit fossilen Energieträgern kommen heute so genannte Gas- und Dampfkraftwerke (GuD) und Kohlekraftwerke (insbesondere Steinkohlekraftwerke) als Neubauoptionen in Betracht. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile: Für ein GuD-Kraftwerk sprechen insbesondere hohe Wirkungsgrade, niedrige Investitionen und CO2-Emissionen. Nachteilig sind eine steigende Importabhängigkeit von wenigen Regionen, der volatile Brennstoffpreis und die Investitionen für den Ausbau der Gastransportsysteme. Die Vorteile eines Steinkohlekraftwerks sind das Potenzial für Effizienzsteigerung und ein breit gefächertes und dauerhaftes Brennstoffangebot. Nachteilig sind hier steigende Gesetzesauflagen durch Klimaschutz (Emissionshandel) sowie höhere CO2-Emissionen und Investitionen.
Datteln – bewährter Standort im Ruhrgebiet
Ein Standort mit langer Tradition ist Datteln. Bereits 1964 wurde hier der Grundstein für die Bahnstromerzeugung der E.ON Kraftwerke gelegt: mit der Errichtung der Blöcke 1 und 2 sowie im Jahr 1969 mit dem Block 3 des Kraftwerks Datteln.
Diese Kraftwerke erreichen ihr wirtschaftliches und technisches Laufzeitende. Es wird Zeit, die "Oldtimer" durch ein neues leistungsstarkes Kraftwerk zu ersetzen. Die einzigen Neubauoptionen für Großkraftwerke sind Kohle- und GuD-Anlagen.
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